Der Oster-Brunch vereint Familie und Freunde um den Tisch, und nichts symbolisiert diese festliche Zusammenkunft besser als eine herzhafte Quiche mit Schinken und Ei. Dieses traditionelle Gericht aus der französischen Küche hat sich längst einen festen Platz in den österlichen Menüs erobert. Die goldene Kruste umhüllt eine cremige Füllung, in der sich zartes Schinkenfleisch mit perfekt gegartem Ei verbindet. Eine kulinarische Symphonie, die sowohl warm als auch lauwarm serviert werden kann und sich damit ideal für entspannte Brunch-Momente eignet. Die Zubereitung erfordert zwar etwas Zeit, doch das Ergebnis rechtfertigt jeden investierten Moment. Mit dieser Anleitung gelingt selbst Anfängern eine Quiche, die Gäste beeindruckt und den Oster-Brunch zu einem unvergesslichen Erlebnis macht.
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45
mittel
€€
Zutaten
Utensilien
Zubereitung
1. Den Teig vorbereiten
Nehmt den Mürbeteig aus dem Kühlschrank und lasst ihn etwa 10 minuten bei Raumtemperatur ruhen. Dies macht ihn geschmeidiger und verhindert, dass er beim Ausrollen reißt. Bestäubt eure Arbeitsfläche leicht mit Mehl und rollt den Teig mit dem Nudelholz zu einem Kreis aus, der etwa 3 cm größer ist als eure Quicheform. Das Ausrollen bezeichnet das gleichmäßige Verteilen des Teigs mit dem Nudelholz. Arbeitet vom Zentrum nach außen und dreht den Teig regelmäßig, damit er überall die gleiche Dicke behält.
2. Die Form auskleiden
Fettet die Quicheform mit der Butter ein, damit sich die fertige Quiche später leicht lösen lässt. Legt den ausgerollten Teig vorsichtig in die Form und drückt ihn sanft an den Boden und die Ränder. Achtet darauf, dass keine Luftblasen entstehen. Schneidet überstehenden Teig mit einem Messer ab oder rollt mit dem Nudelholz über den Rand der Form. Stecht den Boden mehrmals mit einer Gabel ein. Dieses Einstechen verhindert, dass sich der Teig beim Backen aufbläht. Stellt die vorbereitete Form für 15 minuten in den Kühlschrank.
3. Den Ofen vorheizen
Heizt euren Backofen auf 180 grad Celsius vor. Die richtige Temperatur ist entscheidend für eine perfekt gebackene Quiche mit goldener Kruste und cremiger Füllung. Nutzt die Wartezeit, um die Füllung vorzubereiten. So optimiert ihr eure Zeit in der Küche und alles läuft reibungslos ab.
4. Den Schinken vorbereiten
Schneidet den gekochten Schinken in kleine Würfel von etwa 1 cm Kantenlänge. Diese Größe sorgt dafür, dass der Schinken sich gleichmäßig in der Quiche verteilt und in jedem Bissen präsent ist. Legt die Schinkenwürfel beiseite. Falls ihr möchtet, könnt ihr den Schinken kurz in einer Pfanne ohne Fett anbraten, um ihm zusätzliches Aroma zu verleihen, aber dies ist optional.
5. Die Eiermischung herstellen
Schlagt die Eier in eine große Rührschüssel auf. Gebt Sahne und Milch hinzu und verquirlt alles gründlich mit einem Schneebesen, bis eine homogene Mischung entsteht. Homogen bedeutet gleichmäßig vermischt ohne sichtbare Trennungen. Fügt den geriebenen Käse hinzu und rührt weiter. Würzt mit Salz, frisch gemahlenem schwarzem Pfeffer und einer Prise Muskatnuss. Die Muskatnuss verleiht der Quiche eine subtile Würze, die das Gericht auf ein höheres Niveau hebt. Schmeckt die Mischung ab und passt die Würzung nach eurem Geschmack an.
6. Die Quiche füllen
Nehmt die vorbereitete Teigform aus dem Kühlschrank. Verteilt die Schinkenwürfel gleichmäßig auf dem Teigboden. Gießt die Eiermischung vorsichtig über den Schinken. Achtet darauf, dass ihr nicht bis zum obersten Rand füllt, da die Mischung beim Backen leicht aufgeht. Lasst etwa einen halben Zentimeter Platz zum Rand. Diese Vorsichtsmaßnahme verhindert ein Überlaufen im Ofen.
7. Die Quiche backen
Schiebt die gefüllte Quicheform auf die mittlere Schiene des vorgeheizten Ofens. Backt die Quiche für etwa 40 bis 45 minuten. Die Oberfläche sollte goldbraun sein und die Füllung in der Mitte nur noch leicht wackeln, wenn ihr die Form vorsichtig bewegt. Dieses leichte Wackeln zeigt, dass die Quiche perfekt gegart ist und beim Abkühlen die ideale Konsistenz erreicht. Falls die Oberfläche zu schnell bräunt, könnt ihr sie mit Alufolie abdecken.
8. Abkühlen lassen und servieren
Nehmt die fertige Quiche aus dem Ofen und lasst sie mindestens 10 minuten in der Form abkühlen. Dieser Schritt ist wichtig, damit sich die Füllung setzen kann und die Quiche beim Anschneiden nicht auseinanderfällt. Löst die Quiche vorsichtig aus der Form und schneidet sie in gleichmäßige Stücke. Sie kann warm, lauwarm oder sogar kalt serviert werden, je nach euren Vorlieben für den Oster-Brunch.
Tipp vom Chefkoch
Für eine noch aromatischere Quiche könnt ihr den Teigboden vor dem Füllen blind backen. Legt dafür Backpapier auf den Teig, beschwert es mit getrockneten Hülsenfrüchten und backt den Boden 10 minuten bei 180 grad vor. Dies verhindert, dass der Boden durch die feuchte Füllung aufweicht. Experimentiert auch mit verschiedenen Käsesorten wie Gruyère oder Comté für zusätzliche Geschmackstiefe. Wenn ihr die Quiche am Vortag zubereitet, entwickelt sich das Aroma noch intensiver. Einfach abgedeckt im Kühlschrank aufbewahren und vor dem Servieren bei niedriger Temperatur wieder erwärmen.
Passende Getränke zum Oster-Brunch
Zu dieser herzhaften Quiche passt hervorragend ein leichter Weißwein wie ein Riesling oder ein Grauburgunder. Die frische Säure dieser Weine harmoniert perfekt mit der cremigen Eierfüllung und dem würzigen Schinken. Für Nicht-Weinliebhaber empfiehlt sich ein gekühlter Apfelsaft oder ein Holunderblütensirup mit Mineralwasser. Auch ein klassischer Orangensaft rundet das Brunch-Erlebnis ab. Kaffee oder Tee dürfen natürlich beim österlichen Brunch nicht fehlen und bilden den perfekten Abschluss.
Zusätzliche Info
Die Quiche lorraine, aus der diese Variante mit Schinken und Ei hervorgegangen ist, stammt aus der Region Lothringen im Nordosten Frankreichs. Ursprünglich wurde sie nur mit Speck und Eiercreme zubereitet. Im Laufe der Zeit entwickelten sich zahlreiche Varianten, die heute weltweit beliebt sind. Der Name leitet sich vom deutschen Wort ‚Kuchen‘ ab, was die historische Verbindung zwischen deutscher und französischer Küche in dieser Grenzregion widerspiegelt. Die Quiche wurde im 20. Jahrhundert international bekannt und ist heute ein Symbol für die französische Bistro-Küche. Besonders zu Ostern wird sie gerne serviert, da sie sich gut vorbereiten lässt und viele Gäste satt macht.



